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Klein Gelenkwellen
Instandsetzung und Auswechseln von Verschleißteilen an Gelenkwellen

Alle Gelenke sind vollständig zerlegbar und so konstruiert, daß diese ohne Spezialwerkzeuge demontiert werden können.

Trotzdem dürfen aus Sicherheitsgründen nachstehende Arbeiten nur von kompetenten Werkstätten ausgeführt werden. Fragen Sie im Zweifelsfall bei uns an.

Beim Ausbau einer Gelenkwelle überzeuge man sich zuerst, ob die Lage der Gabeln 1 und 2 durch Pfeile gekennzeichnet ist (siehe Bild 2); wenn die Markierung mit Farbe zugedeckt ist, muß man die Schiebestücke deutlich zusammenzeichnen.

Vom Auswechseln einzelner beschädigter Lager raten wir dringend ab, da in den meisten Fällen auch der Zapfen am Gelenkkreuz beschädigt ist. Es ist deshalb ratsam, nur komplette Gelenkkreuzgarnituren (Bild 7) auszutauschen. Bei Verschleiß im Schiebeprofil ist immer Keilwelle und Nabe zusammen auszuwechseln. Die Verschleißgrenze ist für schnellaufende Wellen dann erreicht, wenn in eingebautem Zustand Spiel fühlbar ist.

Bild 7

3.1 Ausbau eines Gelenkes

  1. Alle 4 Sicherungsringe mit Sicherungsringzange enfernen.
  2. Gelenkkreuz samt Büchsen mit Presse nach einer Seite hinausdrücken (siehe Bild 8a).
  3. Herausragende Büchse im Schraubstock einspannen und mit leichten Hammerschlägen auf die Gabel die Büchse herausziehen (Bild 8b). Dünnwandige Lagerbüchsen nicht wiederverwenden.
Bild 8a Bild 8b

3.2 Zusammenbau

  1. Lagerbüchsen genau in Achsrichtung, ohne Verkanten, einpressen.
  2. Sicherungsringe so einbauen, daß das Gelenkkreuz sich leicht bewegen läßt. Um dies zu erreichen, verwendet man verschieden starke Sicherungsringe, im Notfall können stärkere Ringe auf das gewünschte Maß zurückgeschliffen werden. Das Stirnzapfenspiel ist so einzustellen, daß das Beugemoment des Flansches in beiden Achsen 4 Nm nicht übersteigt und andererseits der Flansch nicht von selbst herunterfällt.
  3. Rundlauf prüfen. Dazu Gelenkwelle am Flanscheinpaß aufnehmen und am Rohr mit Meßuhr abtasten. Größte zulässige Rundlaufabweichung 0,1 mm. Diese Prüfung erspart bei Betriebsdrehzahlen unter 1500 U/min in den meisten Fällen das Auswuchten und verkürzt bei Drehzahlen über 1500 U/min den Auswuchtvorgang ganz erheblich.
    Bei Kraftfahrzeugen liegt die Betriebsdrehzahl meist über 1500 U/min. Diese Gelenkwellen müssen dynamisch ausgewuchtet werden. Die Wuchtdrehzahl soll immer 10-15% über der im Betrieb vorkommenden Höchstdrehzahl liegen.
    Die Wuchtgüte ist in DIN ISO 1940 festgelegt.
 
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